Beamer

1. Beamer als Heimkino

Heimkinos werden meistens in kleineren Räumen mit wenig Licht aufgebaut. Dynamischer, breitbandiger Klang sowie ein scharfes und kontrastreiches Bild sind hier wichtiger als viele Anschlüsse.

  • Auflösung: Für Kinovergnügen im Wohnzimmer ist eine HD-Auflösung von 1920 x 1080 Pixel absolutes Muss. Bei vielen Beamern ist diese Auflösung durch die Aufschrift „1080p“ gekennzeichnet.
  • Anschlüsse: VGA ist zwar prinzipiell zu dieser Auflösung im Stande, für die Anzeige von BluRay-Filmen ist jedoch ein digitaler, HDCP-fähiger Anschluss notwendig. Deshalb benötigt der Beamer einen HDMI-Anschluss oder einen HDCP-fähigen DVI-I-/ DVI-D-Anschluss.
  • Zusatz-Features: Beamer-Hersteller kennzeichnen 3D-fähige Beamer meistens durch den Zusatz „DLP 3D“, „DLP 3D Ready“ oder „Full-HD-3D-Projektor“. Achten Sie auf diese Angaben, wenn Sie auf 3D bestehen.
  • Lautstärke: Für kleine Räume, wie das heimische Wohnzimmer, ist ein leises Gerät wichtig. Der Geräuschpegel sollte also möglichst niedrig sein, damit in leisen Szenen kein störendes Rauschen vom Beamer ausgeht, am besten unter 40dB. Lassen Sie sich bei den Angaben nicht täuschen: Wird der Geräuschpegel im ECO-Mode angegeben, können Sie 6 bis 8dB draufschlagen, denn bei der Filmwiedergabe rauscht das Gerät etwas lauter. Tipp: Werte über 1 Sone sind vergleichbar mit 40dB oder mehr, also in der Regel zu laut.
  • Sound: Interne Lautsprecher reichen für einen satten Kinosound meist nicht aus: Sie liefern weder die spektrale Bandbreite, noch den räumlichen Klang, den Dolby Digital oder DTS-Sound versprechen.
  • Kontrast: Um scharfe Kontraste von tiefem Schwarz bis zu grellem Weiß abbilden zu können, sollte Ihr Heimkino-Beamer mindestens ein Kontrastverhältnis von 10.000:1 haben
  • Leuchtstärke: Da zur Kino-Atmosphäre auch ein abgedunkelter Raum gehört, ist die Leuchtstärke kein ganz so wichtiges Kriterium für Heimkino-Beamer. Ab ca. 500 Lumen sind Sie auf der sicheren Seite.

2. Beamer für Präsentationen

Ob für Meetings, Konferenzen oder Sitzungen – Diese Projektoren für Präsentationen werden in der Regel in hellen, großen Räumen und mit verschiedenen Geräten verwendet. Dies sollten Sie beachten:

  • Leuchtstärke: Eine hohe Leuchtstärke sorgt auch bei heller Umgebung noch für gute Kontraste. Die Helligkeit wird dabei in „ANSI-Lumen“ angegeben. Ab etwa 2000 ANSI-Lumen kann der Projektor problemlos bei Tageslicht eingesetzt werden.
  • Montage: Bedenken Sie vor dem Kauf, ob Ihr Modell an der Decke montiert werden oder lieber transportabel sein soll. Die Fähigkeit zur Deckenmontage ist leider nicht bei jedem Gerät gegeben, da hier Halterung und Trapez-Korrektur fehlen. Transportable Beamer sollten unter 3kg wiegen und idealerweise über interne Lautsprecher verfügen.
Beamer Halterung an der Decke
Halterung an der Decke befestigt
  • Anschlüsse: Da der Beamer mit verschiedenen Computer verbunden werden soll, ist eine Vielzahl an Anschlüssen sinnvoll. Am verbreitetsten sind VGA, DVI und DHMI bei Computern sowie mini Display und Thunderbolt bei MAC. Achtung: Manchmal wird der 15-polige VGA-Anschluss als „D-Sub“ gekennzeichnet – einen Unterschied gibt es jedoch nicht. Kameras haben oftmals einen Composite-Ausgang, neuere analoge Geräte einen Komponentenausgang (YUV oder YPbPr).
  • Sound: Klinken- und Cincheingang sind nur sinnvoll, wenn der Beamer an eine Sound-Anlage angeschlossen wird oder der Beamer über eigene Lautsprecher verfügt. Interne Lautsprecher reichen allerdings in der Regel für Musikwiedergabe oder die Beschallung eines mittleren bis großen Raumes nicht aus.
  • Extras: Viele Geräte haben USB- oder SD-Karten-Slots. So können Präsentationen ohne Laptop, Smartphone oder Macbook direkt vom USB-Stick abgespielt werden. Achten Sie dabei auf Kompatibilität zu gängigen Formaten, wie PDF, AVI und PPT.
  • Kontrast: Aufgrund der Umgebungshelligkeit ist das Kontrastverhältnis des Beamers weniger entscheidend. Etwa 3.000:1 ist jedoch für die normale Darstellung ausreichend.
  • Auflösung: Für Präsentationen und der Ausführung von Standard-Programmen ist eine hohe Auflösung meistens nicht nötig.